Wochenende, Geburtstag, eine Prüfung geschafft oder ein ganz normaler Tag, an dem Verwöhnen ganz groß auf dem Programm stehen soll. Kulinarisch versteht sich. Diese Lavendel-Aprikosen-Muffins werden noch während des Backens das Highlight deiner Woche. Süß durch die sommerlichen Aprikosen, etwas herb mit dem Geruch des Lavendels und crunchy durch die nussige Note der Pinienkerne – wenn ich diese Muffins backe, sehe ich mich noch während der Zubereitung mit einem Glas eiskaltem Lillet Wild Berry irgendwo auf der Terrasse eines Bauernhauses in der Provence sitzen und genießen. So wie „La dolce vita“ für Italien den Genuss bestimmt, sind diese Muffins für Frankreich das i-Tüpfelchen auf meinem Teller. Also: Alé, alé und ran an die Muffins!

Zutaten für die Lavendel-Aprikosen-Muffins

  •  220ml Milch
  • 4 gehäufte EL getrocknete Lavendelblüten
  • 250g Aprikosen (wenn sie gerade keine Saison haben, tun es auch Aprikosen aus der Dose)
  • 50g Pinienkerne (bitte keine anderen Nüsse verwenden – grad diese geben den Muffins eine besondere Note)
  • 220g Mehl
  • 3TL Backpulver
  •  100g weiche Butter
  • 100g Zucker
  • 5EL Blütenhonig (im allerbesten Fall Lavendelhonig; gibt es öfter mal bei ALDI oder LIDL zu Themenwochen)
  •  2Eier (so groß und so frisch es geht)
  •  Vanille und ein Spritzer Zitrone wenn vorhanden
  •  Butter für die Form/12 Papierförmchen

Zubereitung der feinen Muffins

Am Abend vor dem eigentlichen „Back-Tag“ die Milch mit 3EL Lavendelblüten aufkochen und zugedeckt etwa 12 Stunden (am besten über Nacht) ziehen lassen. Anschließend durch ein feines Sieb gießen (Studenten oder „Non-Foodies“ sieben mit einem Kaffeefilter oder einem Tee-Ei) und die Milch auffangen – der Lavendel sollte jetzt vollkommen entfernt sein.

Heize deinen Backofen etwa auf 180 Grad vor. Dann – je nachdem, welche Form, Blech oder was du eben sonst benutzt – vor allem in den Ecken einfetten. Die Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen (die Dosen-Aprikosen lange abtropfen lassen), Hälften klein würfeln, die Pinienkerne hacken und mit dem Mehl, dem Backpulver und bei Bedarf mit Vanille mischen.

Die Butter in Stücken mit dem Schneebesen des Mixers cremig rühren, dabei nach und nach den Zucker und 2EL Honig dazugeben. Nacheinander erst die Eier (und bei Bedarf die Spritzer Zitrone) und danach die Lavendelmilch gründlich unterrühren. Füge die Mehlmischung dazu und rühr sie mit einem Löffel zügig unter. Ganz am Schluss erst vorsichtig die Aprikosen unterheben.

Den Teig in die Formen geben und die Muffins im Ofen (auf der mittleren Schiene) ungefähr 20-25 Minuten backen. Hol‘ die Muffins aus dem Ofen und bestreiche die heißen Muffins mit dem restlichen Honig und streu wenn du magst noch ein paar Lavendelblüten drüber – ich dekoriere ganz gerne noch mit ganzen, gezuckerten Lavendel-Stängeln (den Lavendel einfach befeuchten und wie beim Panieren in Vanillezucker wenden). Zum Schluss musst du die Muffins nur noch aus den Mulden lösen, abkühlen lassen und genießen.

Glaubt mir das – wenn ihr die Muffins einmal gebacken habt, gibt es kein Zurück mehr. Ausdrücklich empfehlen kann ich euch deswegen noch das rechts gezeigte Buch „Eine Form – 50 Muffins“ von Tanja Dusy. Neben diesem Rezept gibt es nämlich noch 49 weitere geniale Rezepte, die euch umhauen werden. Vielleicht hast du ja auch Rezepte, die ich nachkochen könnte? Gerne über die Kommentar-Funktion schicken.

So. Nach der ganzen Backerei und dem Lob gönne ich mir jetzt direkt ein Muffin und pflanze mich zusammen mit selbstgemachter Limonde an den Eisbach – zwar nicht die Provence, aber doch ziemlich nah dran 🙂

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