Heute habe ich eine Variation der süßen Hamburger Sünde „Franzbrötchen“ für dich und mache daraus ein cremiges Eis.

Wie Franzbrötchen ursprünglich entstanden sind, weiß niemand mehr so genau. Es muss definitiv ein schlauer Mensch gewesen sein, der den klebrigen, weichen Plunderteig mit Zucker und einer großen Menge Zimt zu himmlischen Schnecken formte. Als ich in Hamburg wohnte, führte kaum ein Gang zum Bäcker an Franzbrötchen vorbei und obwohl ich ein überzeugtes Münchner Kindl bin und Auszogne liebe, vermisse ich die süßen Teilchen doch ziemlich. Akzeptable Alternativen gibt es beim Bäcker Scoom, aber lieber mache ich Franzbrötchen selbst – mein geheimes Rezept bekommst du dafür ein anderes Mal :-). Und los geht’s:

Zutaten für das Franzbrötcheneis

  •  3 Franzbrötchen
  •  1 Esslöffel Zimt
  •  500g Zucker
  •  200ml Wasser
  •  1l Milch
  •  250ml Sahne
  •  1 Prise Salz
  •  65g Magermilchpulver
  •   Vanille (je nachdem, was du lieber verwendest, eine Schote oder flüssigen Vanille-Extrakt)

Zubereitung mit und ohne Eismaschine

Zuerst musst du 200 Gramm des Zuckers mit dem Wasser in einem Topf auflösen, bis ein absolut ungesunder Sirup entsteht. Danach die Franzbrötchen in kleine Stückchen schneiden (naschen ist dabei natürlich absolut erlaubt :-)) und im Sirup einweichen – am besten über Nacht oder noch länger. Hamburger schreien in diesem Moment laut auf und beschimpfen mich, dass ich ihre Kunst zerstöre – aber was solls ^^.

Anschließend die Milch, Sahne, 300 g Zucker, Salz, Vanille und Magermilchpulver vermischen.

Mit einer Eismaschine: Die fertige Masse etwa 35 Minuten in die Eismaschine geben.

Ohne Eismaschine: Die Masse ein paar Minuten mischen. Dann im besten Fall in eine größere Schüssel füllen, denn je breiter die Schüssel ist, umso mehr Eis kann sich an dessen Wänden bilden und das Vorgehen beschleunigen. Die Creme etwa nach zwei Stunden aus dem Gefrierfach holen und mit einem Löffel ordentlich durchrühren. Alles Gefrorene vom Rand lösen und kräftig Luft drunter schlagen, damit eine cremige, luftige Masse entsteht – ein bisschen „Schmoiz“ brauchst du schon, aber das ist mit Laune und Motivation kein Problem.

Anschließend die Franzbrötchen unterrühren und noch einmal für einige Stunden ins Gefrierfach stellen.

Die fertige Masse (falls du keine Eismaschine besitzt) dann immer mal wieder durchmischen, bis das Eis eine Softeis-mäßige Konsistenz erreicht hat.

Das fertige Eis nur noch in kleine Schälchen schichten und am besten noch mit etwas Krokant, Wallnüssen oder Schokosplittern garnieren.

Dieses Mal hatte ich eine ganze Vanille-Schote verwendet – siehst du an den Körnern.

An Guadn und viel Spaß beim Naschen 😉

 

.entry-meta-primary-page, .single .entry-meta { display: none; }