Diese Suppe vollbringt wahre Wunder an Regentagen! Die Pariser Zwiebelsuppe wärmt und bringt jedes Mal neue Energie.

Die Pariser Zwiebelsuppe ist der Energiebooster für dich. Im „Bauch von Paris“, in den Großmarkthalle, brodelte schon vor 100 Jahren in der Morgendämmerung die erste Zwiebelsuppe. Lastenträger, Sackkarrenschieber, Metzger und Gemüsehändler standen Schlange, um sich zu wärmen und den Mordshunger zu stillen. Das sprach sich herum. Und bald galt es bei den Damen und Herren der feinen Gesellschaft als en vogue, sich nach einer durchtanzten Nacht mit einer Zwiebelsuppe zu stärken und so auch einen kleinen Rotwein-Kater zu killen.

Tatsächlich habe ich die Suppe auch zum allerersten Mal in Paris gegessen – und fand den Großteil davon leider erstmal wirklich eklig 🙂 Die Franzosen tendieren nämlich dazu, die Zwiebelsuppe in Käse zu ertränken und so hatte ich auf meinem Löffel zwei Ringe Mini-Zwiebeln und einen großen Schnodder geschmolzenen Käse. Mah, NON! Versteh mich nicht falsch, ich liebe Käse, aber ich finde, eine Zwiebelsuppe sollte gerade und vor allem auch aus Zwiebeln bestehen. Deswegen hier meine Version des französischen Klassikers „Soup d’oignon“, einmal á la française und einmal ganz simpel mit wenig Käse in der Suppe. Viel Spaß!

Zutaten für die Pariser Zwiebelsuppe

  Rezept für vier Personen

  •  500g weiße Zwiebeln
  •  3 Zweige frischen Thymian oder etwa 2El getrockneten Thymian
  •  2-4El Olivenöl
  • 2El Mehl
  • 1/4l trockener Weißwein (nach langen Testphasen ist mein persönlicher Favorit der BIO Trebbiano d’Abruzzo von PENNY, alternativ ein Chardonnay oder ähnliche trockene aber nicht zu herbe Sorten)
  •  1 1/2l leichte Hühner- oder Gemüsebrühe (Profis stellen ihre eigene her; ich liebe 4-5 der fertigen „Knorr Bouillon pur mit Gemüse“)
  •  Zum Würzen Salz und unbedingt frischer Pfeffer
  •  Baguette, Brote oder was an Semmel noch im Haus ist und du gerne isst
  •  Tilsiter-, Cheddar- und/oder Parmesan-Käse

Zubereitung der besten Zwiebelsuppe

Die Zwiebeln in Ringe schneiden. Je nach Größe der Zwiebeln mal dünner, mal breiter – ich persönlich schneide die Ringe eher breiter, damit die Zwiebeln ihren Biss behalten.

Zwei Tipps gegen üble Heul-Attacken beim Zwiebel-Schneiden: 1. Sei kein Frosch und setz einfach deine Schwimmbrille auf. Sieht zwar dumm aus, bewahrt dich aber vor roten Rändern. 2. Nimm einen großen Schluck Leitungswasser in den Mund und belasse sie auch im Mund, ohne runter zu schlucken. Keine Ahnung, wie es funktioniert und aufgeblähte Wangen sehen womöglich auch nicht ideal aus, aber mir persönlich hilft das. Danach musst du unbedingt deine Hände waschen, sonst war die ganze Sonder-Aktion vollkommen umsonst :-).

Brause anschließend den Thymian ab, trockne ihn und hacke die Blätter.

Erhitze das Olivenöl in einem größeren Schmortopf.  Beim allerersten Versuch war ich erstaunt, wie viel Masse 500 Gramm geringelte Zwiebeln ergeben, nimm also lieber einen größeren Topf, außerdem brauchst du später auch mehr Platz wegen der ganzen Flüssigkeiten. Gib die Zwiebeln zum Öl und dünste die Zwiebeln etwa 10 Minuten bei geringer Hitze. Die Zwiebeln dürfen auf keinen Fall anbrennen oder braun werden! Dabei häufig im Öl wenden und im Zweifelsfall bei Bedarf lieber noch einen Esslöffel Olivenöl dazu geben. Durch das sanfte Dünsten verändert sich der Geschmack der Zwiebeln und sie bekommen dadurch ein ganz feines Aroma.

Dann das Mehl über die zusammengesunkenen Zwiebeln stäuben, gut untermischen und kurz anschwitzen (das ist dann eine sg. Mehlschwitze). Wein, Brühe und Thymian dazu geben, mit Salz und kräftig Pfeffer abschmecken. Die Suppe aufkochen und anschließend zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten kochen lassen und immer mal wieder umrühren.

Klassische französische Variante: In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen. Baguette oder sonstiges Brot und Scheiben schneiden – im besten Fall auch noch in größere Stückchen, dann kommt ihr nicht in die Bredouille, das fertige Brot in der Suppe zu schneiden. Die Scheiben werden dann auf vier ofenfeste Suppenterrinen verteilt und die Hälfte des Käses drübergestreut. Anschließend die Terrinen mit Suppe auffüllen, mit dem restlichen Käse bestreuen und die Suppe im Backofen 7 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist.

Studentische/ohne Schischi-Art: Zuerst röstest du deine Scheiben/dein Baguette auf oder im Toaster, bis sie knusprig sind. Anschließend streust du ein wenig vom geriebenen Käse in die Suppe rührst um, damit sich der Käse etwas auflöst. Dann legst du deine Liebling-Käse-Sorte einfach auf dein Brot und tunkst das Brot in die heiße Suppe, bis der Käse etwas zerfließt.

In diesem Fall waren es bereits überbackene Toasts mit Tilsiter und Cheddar – superlecker.

Voilà et bon Appétit! 🙂

 

 

.entry-meta-primary-page, .single .entry-meta { display: none; }